Wenn die Anspannung kommt - zurück zur Ruhe

Wir kennen sie alle, diese Momente im Alltag, die uns herausfordern. Augenblicke, in denen wir förmlich spüren, wie die innere Anspannung steigt und sich Unruhe und Nervosität breit machen.

Kennst du diese Momente, in denen du Nervosität in deinem Körper spürst

Ist da manchmal ein Gefühl von Hilflosigkeit?

Hast du manchmal das Gefühl, „unter Strom zu stehen“?

Vielleicht fühlst du dich auch unsicher, weil du deinen Körper gerade nicht richtig einschätzen kannst?

Fühlst du dich manchmal überfordert?

Spürst du Enge in der Brust oder im Bauch?

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Und genau auf diese Momente möchte ich heute ganz konkret eingehen. Heute teile ich mit dir ein Tool, das du ganz unauffällig direkt in stressigen oder angespannten Momenten anwenden kannst, ohne dass es jemand um dich herum bemerkt. So findest du auf einfache Weise zurück in die Entspannung und stärkst dich genau dann, wenn du es am meisten brauchst.

Denn:

Es sind oft die kleinen, unscheinbaren Schritte, die sehr viel Positives bewirken können.

Ich kenne es selbst, wenn man im Alltag immer wieder in Situationen gerät, die einen herausfordern und in denen man bemerkt, dass sie einem nicht guttun. Herausforderungen gehören zum Leben dazu und ich habe meine Reaktion darauf auch immer so hingenommen, bis meine gesundheitliche Situation mich damals gefühlt in die Knie gezwungen hat und eine Welle von neuen Herausforderungen auf mich zukam. Ich erlebte im Alltag deutlich mehr Augenblicke, in denen sich eine Anspannung in mir breit machte und ich merkte nach und nach, wie mich das erschöpfte, es mir sehr viel Energie abverlangte und auch einen Einfluss auf meine Grundstimmung hatte.

Ich habe also im Laufe der Zeit bemerkt, dass die Art und Weise, wie ich mit diesen angespannten und stressigen Momenten umgehe, einen großen Einfluss auf mein Wohlbefinden hat. Und ja, das weiß man eigentlich und trotzdem fällt es einem dann in der Situation schwer , nicht im Affekt zu handeln, sondern zu schauen, was wirklich dahintersteckt.

Als ich mir dessen bewusst wurde, war mir klar, dass ich was verändern wollte.

Ich habe nach einer Alternative gesucht, um ganz einfach aus angespannten oder stressigen Momenten heraus in die Entspannung zu kommen, selbst dann, wenn ich umgeben von Menschen bin, bestenfalls ohne, dass sie es mitbekommen. Und ich habe sie gefunden.

Heute ist es mir wichtig, dir zu zeigen, wie du ganz konkret damit umgehen kannst, indem ich eine Übung mit dir teile, die du überall nutzen kannst. Sei es im Bus, auf der Arbeit, beim Arzt im Wartesaal, egal wo.

Und jetzt teile ich mit dir, wie du das ganz einfach angehen kannst. Am allerwichtigsten ist zuerst:

✨ Beobachte dich selbst – wie reagiert dein Körper auf Stress

Beobachte dich also selbst in stressigen Situationen.

Wie reagiert dein Körper bei Anspannung, Überforderung, Nervosität?

Spürst du Herzklopfen oder Druck im Kopf, bekommst du schwitzige Hände oder merkst du, wie dein Nacken sich verspannt?

Mein Körper reagiert auf Anspannung z.B. mit Druck auf der Brust und Kurzatmigkeit. Wie ist es bei dir? Je nach Stresssituation, kann dein Körper auch unterschiedlich reagieren.

Der erste Schritt ist, dies wahrzunehmen. Nimm dir deshalb kurz Zeit dafür.

Wenn du nämlich weißt, wie dein Körper in Stresssituationen regiert und du wahrnimmst „ok jetzt fühle ich mich gestresst“, dann kannst du auch reagieren und aktiv den nächsten Schritt gehen.

Denn …

Der schnellste Weg aus der Anspannung läuft über die bewusste Atmung.

Du weißt jetzt, wie dein Körper in belastenden Situationen reagiert und wenn du dich das nächste Mal in einem fordernden Moment befindest, dann geh folgendermaßen vor:

  1. Nimm deine Stresssituation wahr und halte einen Moment inne. Fühlst du eine innere Anspannung oder Unruhe? Bist du nervös, gereizt? Was fühlst du genau?

  2. Richte deine Aufmerksamkeit nun auf deine Atmung. Atme ein und anschließend lange aus. Achte dabei auf eine lange und ruhige Ausatmung. Konzentriere dich in mehreren Atemzügen bewusst auf deine Atmung.

  3. Wenn du magst, kannst du dabei auch gerne deine Augen schließen, damit du dich vollkommen auf dein Inneres, also deine Atmung, konzentrieren kannst. Vor allem am Anfang ist das oft sehr hilfreich. Dabei wird das Geschehen in deiner Umwelt, unweigerlich in Vergessenheit geraten.

    Falls andere Menschen mit dir im Raum sind, kannst du deine Augen auch geöffnet halten und anfangs einen Punkt fixieren oder einfach in die Ferne in den Raum schauen und deine Atmung integrieren.

    Das klingt anfangs vielleicht schwer umsetzbar, doch du bist ja vermutlich nicht ständig mit deinen Mitmenschen im direkten Blickkontakt. Du könntest also, selbst wenn andere Menschen im Raum sind, deinen Blick abschweifen lassen und dich in dem Moment auf deine Atmung konzentrieren. z.B. beim Lesen eines Textes, einer Textnachricht, E-Mail. Das ist nur eines von vielen Beispielen. Du kannst es im Bus anwenden, beim Einkaufen und an vielen anderen Orten. Teste es gerne aus, denn du wirst mehrere finden. Je nachdem, wo du bist, kannst du es individuell anpassen.  

    Ein weiterer Tipp, den ich dir geben kann: Ein Besuch auf dem Klo ist übrigens immer wieder eine gute und auch praktische Möglichkeit, dir eine „Auszeit“ dafür zu gönnen. Das ist ganz unauffällig und sehr leicht in den Alltag zu integrieren.

  4. Wenn du einen Schritt weiter gehen möchtest, kannst du deine Atmung auch noch durch Sätze unterstützen wie: „Ich nehme wahr, dass dieser Moment mich in Stress versetzt. Danke, „mein Körper“, dass du mich durch die Anspannung meiner Muskulatur daran erinnerst.“ Du kannst auch sagen: „Ich spüre eine Unruhe in mir.“  Sprich aus, was dir durch den Kopf geht: „Ich habe so viel zu tun oder ich schaffe es zeitlich nicht.“ Sprich es einfach aus.

Durch die bewusste und lange Ausatmung kannst du deine negativen Gefühle loslassen. Das Aussprechen deiner Gefühle und die Atmung sind wertvolle Hilfen, um Stresssituationen zu meistern.

Nutze es also gerne, wenn du im Alltag durch deine gesundheitlichen Herausforderungen in eine Stresssituation gelangst. Natürlich kannst du es in jeder anderen Situation im Alltag anwenden, weil du einfach, außer deiner Atmung Nichts dafür brauchst.

Hast du körperliche Einschränkungen durch einen Unfall, eine Verletzung, eine Operation oder eine Krankheit und dadurch Herausforderungen in einem Lebensbereich? Ich begleite dich dabei, wieder mehr Leichtigkeit im Alltag zu gewinnen, dich mit deinem Körper und deiner Situation wohler zu fühlen, neue Möglichkeiten zu entdecken und dein Leben selbstbestimmt zu gestalten.  Buch dir ein Erstgespräch, wenn du etwas verändern möchtest und wir schauen gemeinsam, ob und wie ich dich unterstützen kann.

Ich bin gespannt, wie du deine Atmung immer wieder im Alltag für dich nutzen kannst, um herausfordernde Augenblicke zu entschleunigen und somit mehr Entspannung in dein System zu bekommen. Hinterlass gerne einen Kommentar, ob du es ausprobiert hast oder aber auch, wenn dir die Folge gefallen hat.

Voll schön, dass du wieder mit dabei warst, ich freue mich schon auf die nächste Folge und bin gespannt, was du dazu sagst. Wenn du meine nächste Folge nicht verpassen möchtest, dann abonniere gerne meinen Podcast.

Ich freue mich auf das nächste Mal und bis dahin: Lass uns gemeinsam Lichtblicke sammeln.

Deine Tanja


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