Selbstakzeptanz: Eine kleine Übung für schwierige Tage
Hallo, schön, dass du zuhörst, schön, dass du hier bist. Vielleicht hörst du diese Folge, weil gerade nicht alles leicht ist.
Vielleicht fordert dich dein Alltag gerade sehr?
Vielleicht fällt es dir schwer, nicht mehr so zu funktionieren wie früher? So, wie du es von dir gewohnt bist.
Bist du manchmal wütend auf deinen Körper?
Oder müde von dem Versuch, ihn ständig verstehen oder kontrollieren zu müssen?
Regt es dich auf, dass du nicht leichter mit all dem umgehen kannst?
Wenn du dich in einer dieser Fragen wiederfindest:
Du bist damit nicht allein.
Ich kenne diese täglichen NOCH so kleinen Herausforderungen. Herausforderungen, die anderen gar nicht auffallen würden. Für dich oder mich stellen sie eine sooo große Hürde dar. Doch andere nehmen sie nicht einmal wahr, weil sie für sie nicht existieren und somit nicht von Bedeutung sind.
Du kannst diesen Artikel auch als Podcastfolge hören:
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Diese Folge ist für dich, wenn dein Alltag anstrengend ist und du dir wünschst, dass es wieder einfacher wird. Wenn es kräftezehrend ist, mit deinen Beschwerden konfrontiert zu sein: mit Schmerzen und anderen Symptomen und mit dem, was sie dir täglich abverlangen, sowie der Unfähigkeit, dich „normal“ zu bewegen oder einfach schnell dein Ding zu machen. Ich teile mit dir, was mir geholfen hat, mit all den Gefühlen der Wut, Unsicherheit, Verzweiflung, Angst, Frustration, aber auch Hilflosigkeit umzugehen: ganz einfach und schnell im Alltag, ohne zusätzlichen Aufwand.
Ich kenne diese Situation mit allem, was dazu gehört. Selbst die kleinsten, unscheinbaren Dinge stellten auf einmal für mich eine Herausforderung dar. Dinge, an die man normalerweise gar nicht denkt, weil man sie automatisch tut. Wenn dieses „Automatische“ jedoch nicht mehr möglich ist oder nur begrenzt, mit viel Geduld, dann macht es etwas mit einem.
Die Bewegungseinschränkungen und Beschwerden haben meinen Alltag stark verändert. Mit den Veränderungen konfrontiert zu sein, hat mich sehr gefordert: sei es im Tagesablauf, bei kleinen alltäglichen Tätigkeiten oder in Bezug auf meinen eigenen Körper.
Mich selbst, meinen Körper und die ganze Situation so anzunehmen, wie sie in diesem Moment war, hat mich sehr viel Kraft gekostet und mich emotional auch ein Auf und Ab erleben lassen.
Doch ich hatte irgendwann einen Weg gefunden, damit umzugehen, sodass ich meinen Alltag überstehen konnte und er nicht mehr durchgehend so kräftezehrend und schwer war.
Und es ist mir sehr oft sogar gelungen, nicht nur die Schwere ein Stück loszulassen, sondern mich auch insgesamt wohler und zufriedener mir selbst gegenüber zu fühlen. Das hat mir geholfen, im schweren Alltag besser klarzukommen.
Ich teile heute eine Übung mit dir, die mir selbst sehr geholfen hat und die ich aus meiner Coaching-Perspektive weitergeben kann.
Wenn du dich also in Teilen davon wiedererkennst, dann ist diese Übung genau das Richtige für dich.
Schalte sie ein, wann immer dir dein Alltag schwierig erscheint. Richte dich so ein, dass du von niemandem gestört wirst, denn die folgenden Minuten gehören NUR DIR. Erlaube dir diese Zeit und erfahre, wie gut sie dir tun wird.
Setz dich bequem hin und spüre, wie deine Füße den Boden berühren. Mach es dir so richtig gemütlich. Atme tief durch die Nase ein und durch den Mund aus. Wenn du beim Ausatmen Lust hast zu seufzen, dann tu es ruhig - es hilft deinem Körper, sich zu entspannen. Spüre wie deine Füße fest auf dem Boden stehen. Stell dir vor, dass aus deinen Fußsohlen Wurzeln nach unten in die Erde wachsen. Zuerst sind sie dick und kräftig, dann verzweigen sie sich und werden immer feiner, während sie sich weit in die Erde ausbreiten.
Spüre, nun deinen Atem, der sich von den Füßen aus nach oben durch deinen ganzen Körper verteilt. Atme tief ein und aus und spüre, wie dein Atem durch deinen Körper fließt. Wie fühlst du dich? Was nimmst du in deinem Körper wahr?
Sprich es laut aus. Gib deinen Gefühlen eine Stimme, auch wenn es anfangs unangenehm oder ungewohnt erscheint. Vielleicht fällt es dir schwer, deine Gefühle auszusprechen, dann sprich genau das aus: „Mir fällt es schwer, laut auszusprechen, was ich fühle. Ich komme mir blöd vor und habe keine Ahnung, was ich gerade fühle.“ Sprich laut aus, was in dir vorgeht: „Ich bin wütend, dass mir das Treppensteigen so schwerfällt, dass ich nicht mal mehr meine Einkäufe erledigen kann und es macht mir Angst, dass ich nicht weiß, wann es mir besser geht.“
Lass all deine Gefühle zu, ohne sie zu bewerten. All deine Gefühle dürfen sein. Reg dich ruhig auf und schrei deine Wut heraus, weine, wenn dir alles zu viel wird und dir danach ist. Lass sie los. Du bist allein und darfst deine Gefühle rauslassen. Wenn andere Gedanken auftauchen, wie z.B. „Was machst du denn hier.“ Dann nimm sie wahr und lass sie weiterziehen. Gerne kannst du dich in solchen Momenten auch auf deine Atmung konzentrieren.
Wie geht es dir, nachdem du all dies ausgesprochen hast, was dich belastet?
All diese Gefühle sind NUR EIN TEIL von dir! Denn du bist so viel mehr. Gib deinen Gefühlen Raum. Nimm sie wahr, fühl sie und lass sie dann los. Lege deine Hand gerne auf dein Herz und atme in deinen Herzraum.
Vielleicht magst du dir jetzt einen Moment nehmen und nichts verändern.
Du musst gerade nichts tun.
Und dann kannst du dich ganz vorsichtig – fragen:
Was gelingt dir oft, ohne dass du viel darüber nachdenkst?
Was fällt dir leicht, auch wenn du es selbst kaum bemerkst?
Manchmal sehen andere etwas in uns, das wir selbst gerade nicht fühlen können.
Vielleicht magst du dir jemanden vorstellen, der dir guttut.
Was schätzen Menschen an dir, auch wenn du gerade nichts „leistest“?
Nicht das, was du tust, sondern wie du bist.
Und dann diese Frage, ganz ohne Druck:
Was, wenn du heute nichts von dir selbst verlangen musst?
Einfach nur sein – ganz ohne müssen.
Und wenn auf diese Fragen gerade nichts kommt, ist das auch völlig okay.
Schön, dass du dir diesen Moment für dich genommen hast.
Vielleicht spürst du jetzt schon etwas mehr Ruhe oder Klarheit oder vielleicht auch nur ein Gefühl von Entlastung.
Mit welchem Gefühl, mit welchem Gedanken möchtest du jetzt weiter durch den Tag gehen? Schreib es dir gerne auf.
Denn manchmal sind es die kleinsten Dinge, die uns am meisten fordern: die schmale Wohnungstür, die hohe Badewanne, Einkäufe schleppen, Arzttermine oder einfach nur vom Sofa aufstehen. In meinem Coaching arbeiten wir genau daran. Gemeinsam schauen wir Schritt für Schritt, wie du diese alltäglichen Herausforderungen leichter meisterst, ganz praxisnah und an deinen Alltag angepasst.
Du willst wissen, wie wir gemeinsam deinen Alltag leichter gestalten können? Dann buche gerne ein kostenloses und unverbindliches Erstgespräch. Den Link dazu findest du in der Beschreibung der Podcastfolge.
Ich habe dir in den Shownotes der Podcastfolge auch die Zeitangabe hinterlegt, wann die Übung beginnt. So kannst du sie gezielt starten, genau dann, wenn du merkst, dass es dir zu viel wird.
Denk daran: Jeder kleine Schritt, den du für dich gehst, ist ein Zeichen deiner Stärke. Du darfst dir Raum nehmen, auf dich achten und dich selbst unterstützen genauso, wie du es verdienst.
Lass uns gemeinsam Lichtblicke sammeln. ✨
Deine Tanja
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